hosted by: www.uboot.com   www.uboot.com  
binemaja0770
user status:  user status 
 Fortis fortuna adiuvat
 offline  visits: 33.564  

binemaja0770 » blog » Gespräch bei einem Spaziergang

Gespräch bei einem Spaziergang

     
20.05.2007 19:58


Der neue Song von Pink ist ein politisches Statement gegen George Bush.

Sie stellt sich in dem Lied einen Spaziergang mit George W. Bush durch - und was sie ihm dabei alles an den Kopf werfen würde.

Dass er behauptet, ein Präsident für ALLE Amerikaner zu sein, sich aber weder um Obdachlose, noch um zum Tode Verurteilte, noch um "seine" Soldaten im Irak kümmert.

Pink glaubt selbst, dass "Dear Mr. President" aus Angst vieler Radio- und Fernsehmacher in den Staaten zensiert wird - also: Einfach nicht gespielt.
In der Tat läuft der Song in Amerika so gut wie nie im Radio - ganz anders als Pinks letzte Hits. Als sie bei einem ihrer wenigen Interviews in den letzten Wochen gefragt wurde, was jetzt wohl der Präsident macht, meinte Pink nur spaßeshalber: Vielleicht schreibt er mir auch ein Lied. Oder lässt mir von Eminem eins schreiben - das ist einer der verhasstesten Rapper in Amerika...






Lieber Mister Präsident, gehen wir ein bisschen spazieren.
Vergessen wir mal Ihr Amt und tun so, als wären wir zwei stinknormale Leute.
Ich möchte Ihnen gern ganz offen ein paar Fragen stellen.

Was fühlen Sie, wenn Sie Obdachlose auf der Straße sehen?
Wofür beten Sie, wenn Sie in’s Bett gehen?
Was fühlen Sie, wenn Sie in den Spiegel schauen?
Stolz?

Wie können Sie schlafen, während der Rest von uns weint?
Wie können Sie träumen, solange Mütter sich nicht von ihren gefallenen Söhnen verabschieden können?
Wie können Sie erhobenen Hauptes gehen?
Können Sie mir noch in die Augen sehen und fragen:
Warum?

Mister Präsident, waren Sie als Junge einsam?
Und sind Sie’s heute immer noch?
Wie können Sie sagen, niemand wird allein gelassen?
Wir sind weder dumm noch blind.
Sie sitzen alle in Ihren Zellen,
während Sie das Ticket in die Hölle lösen.

Was wäre das für ein Vater,
der der eigenen Tochter alle Rechte nimmt
und sie hasst, bloß weil sie lesbisch ist?
Ich kann mir gut vorstellen, was Ihre Frau dazu sagen würde.
Er sollte besser still sein, denn lange Zeit hießen seine Schwächen:
Whiskey und Kokain!

Lassen Sie mich Ihnen von harter Arbeit erzählen.
Vom Mindestlohn während der Schwangerschaft.
Lassen Sie mich erzählen, was es heißt, ein zerbombtes Haus wieder aufzubauen,
was es bedeutet, sein Bett aus einem Pappkarton bauen zu müssen.
Das ist „harte“ Arbeit.
Sie haben doch keine Ahnung von harter Arbeit.

Egal, Mister Präsident,
Sie würden sowieso niemals mit mir spazieren gehen.
Oder?




 
2 kommentare   0 trackbacks